Rheinische Post: Etwas Besonderes (02.07.09)

Von: Christian Ehlers

Der Aufstieg des Langenfelder TC 76 (LTC) in die 1. Verbandsliga ist bemerkenswert und beim Blick auf die Besetzung wird der Erfolg doppelt wertvoll. Die Mannschaft kam – im Gegensatz zu vielen anderen Teams – ohne ausländischen Spitzenspieler aus. "Eine wahnsinnige Leistung in einer Zeit, in der die meisten Vereine durch den Einsatz von meistens ausländischen Spitzenspielern in aus ihrer Sicht wichtigen Spielen versuchen, ein bestimmtes Niveau zu halten oder zu erreichen", sagt LTC-Sprecher Rouven Hahn.

Als der TC Grün-Weiß Langenfeld vor sieben Jahren seine Blütezeit erlebte und 2002 sogar um den Aufstieg zur 2. Bundesliga kämpfte, waren deutsche Spieler im Team eine absolute Rarität. Mittlerweile sind solche Personal-Verhältnisse an der Lindberghstraße aus finanziellen Gründen allerdings nicht mehr denkbar – und die ersten GWL-Herren jetzt sogar aus der 2. Verbandsliga in die Bezirksliga abgestiegen.

Dem LTC 76 gelang mit sechs Langenfeldern und zwei Solingern eine echte Wachablösung. Stefan Jommersbach, Marc Münch, Mathieu Rave, Sebastian Petschnig, Alexander Marx, Josh Diego, Sven Reuter und Thomas Much konnten sich kontinuierlich entwickeln. Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg war die mannschaftliche Geschlossenheit. Für Spielertrainer Petschnig, der inzwischen seit sechs Jahren beim LTC arbeitet, Jommersbach und Münch war dann alles noch mal was Besonderes – denn alle drei spielten früher bei Grün-Weiß.